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Internationalisierung
Geschäftsanbahnungsreise nach Spanien für die Branchen Umweltschutz, Entsorgung, Klimaschutz und Energie (Abfall- und Recyclingtechnologien), 31.3.-4.4.2014

Neue Geschäftsbeziehungen mit spanischen Global Playern aufgebaut und Eintritt in einen Markt, der weit über Spanien hinaus geht

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die CONOSCOPE GmbH vom 31. März bis 04. April 2014 eine Geschäftsanbahnungsreise nach Spanien organisiert. Kooperationspartner waren zwei zentrale spanische Verbände von Akteuren der Entsorgungswirtschaft. Die Reise wurde durch das BMWi finanziell gefördert und fand im Rahmen des Markterschließungsprogramms statt.
In Madrid und Barcelona wurden auf halbtägigen Präsentations-veranstaltungen Informationen zur Entwicklung der Branche in Deutschland vermittelt, gebündelt die Angebote aller Teilnehmer vorgestellt und ein Überblick über technische Lösungen Made in Germany gegeben. Nach diesen Auftaktveranstaltungen in jeder der beiden Wirtschaftszentren Spaniens besuchten die Teilnehmer Interessenten und Anwendungs-beispiele im Raum Madrid, Barcelona und Galizien und konnten mit potenziellen Partnern und Kunden zahlreiche und sehr konkrete Kooperationen anbahnen.

Die Branchen Entsorgungswirtschaft und Umwelttechnik Spaniens sind für deutsche Unternehmen vor allem hinsichtlich des großen Nachholbedarfs bei Investitionen zur Erfüllung neuer europäischer Gesetze und Vorgaben sowie durch die mögliche Sprungbrettfunktion der großen spanischen Betreiber und Anlagenbauer in deren außereuropäische Zielmärkte interessant.

Die Einhaltung der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 über Industrieemissionen (integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) erfordert ein integriertes Konzept für die Vermeidung und Verminderung von Emissionen in Luft, Wasser und Boden, für die Abfallwirtschaft, für die Energieeffizienz und für die Verhütung von Unfällen. Spanien hat hier einen großen Nachholbedarf. Um die Übergangsfristen einzuhalten, muss sehr kurzfristig investiert werden. Auch die aktuelle spanische Gesetzgebung führt zu umfangreichem Investitionsbedarf: Das Gesetz 16/2002 Spaniens hat den Zweck, die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden durch die Schaffung eines solchen integrierten Systems zu reduzieren und zu kontrollieren. Gleichzeitig zielt ein Gesetzentwurf (121/000 035) darauf ab, die Prävention als grundlegendes Prinzip zur Vermeidung von Kontaminationen zu fördern und motiviert private und öffentliche Unternehmen dazu, Strategien zur Vermeidung von Umweltverschmutzungen zu ergreifen.

Möglichkeiten für deutsche Anbieter bestehen vor allem bzgl. Lösungen zur Förderung der Rückgewinnung und Wiederverwertung von Nebenprodukten und Abfällen der Produktion, zur Emissionsminderung, zur Abfallreduktion, zur Verwendung von Substanzen mit geringerem Gefahrenpotenzial, zur Verkürzung der Dauer bis zur Inbetriebnahme von neuen oder bestehenden Anlagen, zu energieeffizienterem Verbrauch und Beschaffenheit von Rohstoffen einschließlich Wasser, zur Reduktion des Risikos von Unfällen bzw. deren Auswirkungen auf die Umwelt etc. Während der Geschäftsanbahnungsreise bestätigten sich besonders gute Chancen z.B. für Verfahren, Anlagen und Maschinen zur Trennung gemischter kommunaler Abfälle, um die verschiedenen Fraktionen einer jeweils geeigneten Aufbereitung oder Verwertung zuführen zu können, sowie für Verfahren zur Verwertung von Altreifen und Kunststoffen. Weitere Handlungsfelder, für die die Teilnehmer aus Deutschland nun Angebote erstellen, sind Lösungen für Störungen im Betriebsablauf mit Fahrzeugen in Recyclingbetrieben und Lösungen für Kontaminationen der Luft inklusive Geruchsemissionen z.B. großer Verarbeiter von Altpapier.

Aufgrund der makroökonomischen Lage Spaniens haben sich die wettbewerbsstarken Großunternehmen der Branche in den vergangenen Jahren neben den klassischen Zielmärkten in Lateinamerika auch stark in den mittleren Osten orientiert und dort ihre Geschäftstätigkeit ausgeweitet. Die deutschen Teilnehmer des Projekts konnten somit neben Anfragen nach Optimierungen und Problemlösungen in bestehenden Aufbereitungs- und Verwertungsanlagen in Spanien vor allem auch Kooperationen für Neubauprojekte in Lateinamerika, den Golfstaaten und anderen Ländern des mittleren Ostens als Zulieferer für spanische Generalauftragnehmer entwickeln. Spanische Teilnehmer an der Geschäftsanbahnung waren alle großen Entsorgungsunternehmen für die verschiedenen Abfallströme und –materialien, ein Großteil der relevanten Anlagenbauer sowie spezialisierte Ingenieurbüros.

Nähere Informationen bei Uwe Becher: uwe.becher(at)conoscope.org

 

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